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Sommerimpulse I- Traumata und Auswirkungen auf Familiensysteme

Wie Kinder und Helfersysteme von den Traumata in der Familienhistorie betroffen sind

Transgenerationale Traumaweitergabe
Im pädagogischen Alltag begegnen wir immer wieder dem Phänomen der Traumaweitergabe in Familien. Die Bedingung für die Entstehung von Traumaweitergabe stellen unverarbeitete Traumata in den früheren Generationen da. Sie können zu emotionalen Belastungen der Kinder führen, die die quälenden Gefühle und Erlebnisse der Eltern ahnen aber mit ihnen nicht darüber sprechen können – in der Familie liegt ein Tabu vor.
In manchen Familien wird übermäßig viel über die früheren Traumata gesprochen und es fällt den nächsten Generationen schwer, einen eigenen Lebensweg zu finden. In beiden Fällen wachsen die Kinder sozusagen im Schatten der elterlichen Erlebnisse auf.
Auch emotionale, körperliche und sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung  können von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Betroffene Kinder haben in solchen Familien kaum die Chance, das Erlebte zu verarbeiten und entwickeln in Folge vielfältige Verhaltensauffälligkeiten. Wenn die Familie Hilfen zur Erziehung erhält, fühlen sich Fachkräfte oft pädagogisch nicht wirksam, emotional belastet und laufen Gefahr, sich zu verstricken.Dank neurobiologischer Forschung und den Entdeckungen der Epigenetik werden auch die Wege, auf denen Erfahrungen von extremen Stress und Traumafolgen weitergegeben werden zunehmend verständlich. Psychotraumatologie und Traumapädagogik (siehe unsere Weiterbildungsreihe Start September) bieten Unterstützung beim Verstehen und Durchbrechen des Teufelskreises unbewältigter Traumata.Am 22. Juni 2o19 bieten wir in Frankfurt am Main eine Fortbildung zum  Thema transgenerationale Traumaweitergabe, in der wir das Phänomen der Trauma-Weitergabe aus psychotraumatologischer und systemischer Sicht beleuchten und zusammen mit den Teilnehmenden die Möglichkeiten und Grenzen erörtern, betroffene Familien zu unterstützen. 

Ich freue  ich, Sie dort zu treffen!
Ihre Margarete Udolf



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